Wer in in größere Gefäße oder Kunststofftöpfe gesäht hat, sollte die Pflänzchen etwa nach der Bildung des zweiten Blattpaares pikieren. Am besten füllt man dafür die vorgesehenen neuen Gefäße mit Erde und bohrt in der Mitte (zB. mit einem Zahnstocher) ein Loch. Damit die oft schon langen Wurzeln nicht beschädigt werden, sollte das Loch recht tief sein. Dann befreit man den Keimling vorsichtig von der alten Erde und setzt ihn in das Loch. Danach wird die Erde leicht angedrückt, ggf. auch noch aufgefüllt und etwas gewässert. Beim andrücken sollte man es nicht übertreiben, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Beim wässern setzt sich die Erde sowieso noch etwas und die Wurzel ist dann gut in die Erde eingeschlossen.
Bekommt man die Erde mit der kompletten Pflanze aus dem ursprünglichen Topf, kann man den Keimling natürlich auch so versetzen.
Bei den Keimlingen, die zum Beispiel in Torftöpfen oder Jiffys wachsen, ist das pikieren nicht mehr nötig. Sie können so lange in den Gefäßen bleiben, bis sie größere benötigen. Hier sieht man besonders gut, wann es Zeit zum umtopfen ist - nämlich dann, wenn die ersten Wurzeln den Torftopf durchstoßen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man den kompletten Topf gleich mit einpflanzen kann und dadurch die Wurzeln geschont werden. So wie es schon kurz beim Punkt "Vor der Saat" bei den Töpfen angesprochen wurde.
Nach und nach kommen die Pflanzen dann in immer größere Töpfe, bis sie je nach Sorte in Töpfen zwischen 18 und 22 cm Durchmesser bleiben. Wir nutzen dann eine Mischung aus Tomaten-/Gemüseerde (oder einfache Blumenerde) und Komposterde für die Pflanzen.